30. November 2017

Burn-out-Syndrom

Manager-Krankheit Burn-out-Syndrom

Burn-out oder Depressionen?

Aus dem Englischen übersetzt bedeutet der Begriff „burn out“ „ausbrennen“. Ausgebrannt, total erschöpft, überfordert. Die Beschwerden, die ein Burn-out auslöst sind sehr unterschiedlich und ähneln den typischen Beschwerden einer Depression. Diese Gefühle beschrieb der Psychotherapeut Herbert Freudenberger aus  New York in den 70er Jahren, nachdem er über längere Zeit sich verausgabt und über seine Kräfte gearbeitet hatte. Bis dann plötzlich nichts mehr ging.

Burn-out : Was ist das genau?

Auch in Zukunft wird Burn-out keine eindeutige medizinische Diagnose darstellen, denn das Ausgebranntsein gilt offiziell nicht als eigenständige Krankheit. Die Beschwerden, die ein Burn-out auslöst sind sehr unterschiedlich und ähneln den typischen Beschwerden einer Depression.

Burn-Out SyndromSymptome können sein: anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung, nachlassende Leistungsfähigkeit, was bedeutet, dass die Arbeit nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Dadurch kommt es zu Konzentrationsstörungen, Nervosität und Entscheidungsunfähigkeit. Öfter passieren Fehler und die Betroffenen versuchen dann, noch genauer und intensiver zu arbeiten, um dagegen zu steuern, was aber ins Gegenteil umschlägt und noch mehr Kraft raubt. Ängste entstehen, Betroffene reagieren vermehrt gereizt oder aggressiv und weinen schneller.
Viele Burn-out-Betroffene schotten sich von der Außenwelt ab, geben Hobbies auf und vernachlässigen Partner und Freundeskreis. Die Freude am Alltagsleben geht immer mehr verloren. Nichts macht mehr Spaß, alles ist zu anstrengend. Frustration und Desinteresse machen sich breit. Begeisterungsfähigkeit wechselt in Zynismus, danach folgt Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.
Die emotionale Belastbarkeit nimmt ab, es entstehen so genannte psychosomatische Beschwerden, wie beispielsweise: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Wurde das Burn-Out-Syndrom früher als eine Art „Manager-Krankheit“ abgetan, so steht mittlerweile fest, dass unter den gleichen Symptomen auch Rentner und Arbeitslose leiden können und Auslöser nicht nur beruflicher Stress, sondern auch private Konflikte und die eigene Persönlichkeit eine Rolle spielen.

Wieso gerät das Leben aus der Balance?

Diese Frage sollte individuell geklärt werden, denn je nach Schwere der Symptome sollte Betroffenen sich Hilfe von Psychologen oder Psychiatern holen. Auch eine Psychotherapie und eventuell Medikamente können Bestandteil einer Therapie sein. Es sollten ideenreiche Änderungen im Alltagsleben durch Zeitmanagement geschaffen werden. Ebenso kann mit Stressbewältigung durch Entspannungstechniken und einer entscheidenden Klärung der eigener Einstellungen und der gesetzten Zielen oft schon viel erreicht werden.