25. September 2018

Folsäure: Das Vitamin für Wachstum und Schwangerschaft

Die Initiative Lobby für das Kind informiert

Für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch ein Muss: eine reichliche Versorgung mit Folsäure. Aber auch die restliche Bevölkerung sollte auf eine ausreichende Aufnahme achten. Denn die Menschen in Deutschland nehmen im Durchschnitt nur etwa die Hälfte der empfohlenen Menge zu sich. „Folsäure kommt in der Nahrung vor und ist ein Vitamin.“ Das wissen laut einer Befragung in Sachsen-Anhalt immerhin 60 Prozent der Schüler. Wofür der Körper Folsäure braucht und wann der Bedarf besonders hoch ist, damit kennen sich allerdings weniger als ein Prozent der befragten Jugendlichen aus. Dabei wäre dieses Grundwissen gerade für junge Frauen sehr wichtig. Denn Folsäure spielt eine besondere Rolle bei der Zellteilung und -neubildung. Besonders hoch ist der Bedarf in der Zeit des Wachstums – im Kindes- und Jugendalter sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Außerdem wird das Vitamin für den Eiweiß-Stoffwechsel und die Herstellung von körpereigenen Substanzen wie Hormonen, Adrenalin oder Lecithin benötigt.

Folsäure in der Nahrung

Doch die Aufnahme von Folsäure über die Nahrung ist in Deutschland zu niedrig. Die meisten Menschen führen nur etwa die Hälfte der empfohlenen 400 Mikrogramm (µg) pro Tag zu sich. Noch seltener gelingt es schwangeren Frauen, ihren Bedarf zu decken – er liegt noch einmal um etwa ein Drittel höher.
Von den Folgen einer Folsäure-Unterversorgung sind zuerst Gewebe und Zellsysteme mit hohem Umsatz betroffen, beispielsweise Schleimhäute, rote und weiße Blutkörperchen. Zellteilung und Wachstum sinken. Es kommt zur Blutarmut (Anämie) und zu Entzündungen an den Schleimhäuten des Magen-DFolsäure: Das Vitamin für Wachstum arm-Traktes. In der Schwangerschaft sind Neuralrohrdefekte beim Kind möglich, was zu schweren Missbildungen führen kann.

Bereits seit 1994 weisen medizinische Fachgesellschaften darauf hin, dass Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch täglich zusätzlich 400 µg Folsäure aufnehmen sollten.

Über folsäurereiche Nahrungsmittel, angereichertes Speisesalz oder über Nahrungsergänzungsmittel. Alexandra Renkawitz, Ernährungsexpertin beim Deutschen Grünen Kreuz e. V., empfiehlt für die folsäurereiche Winterküche: „Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grüne Gemüse und Salate wie Blattspinat, Feldsalat, Brokkoli oder Fenchel enthalten viel Folsäure. Als Geheimtipp gelten Weizenkeime – sie sind außerdem lecker und knackig, beispielsweise im Müsli, auf Salat oder im Eintopf.“

Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaft und Entwicklung des Babys finden Sie auf der Internetseite www.lobby-fuer-das-kind.de.

Quelle: efg