1. August 2019

Analog-Käse – Käse, der gar keiner ist

Analog-Käse ist kein Milcherzeugnis

Analog-Käse – sieht aus wie Käse, schmeckt auch so, ist aber gar keiner. Denn laut Inhaltsangabe wird dieser nicht aus Milch hergestellt, sondern besteht aus Eiweißpulver, Wasser, Pflanzenfett und Geschmacksverstärkern. Und wie auch schon bei Eis und Schinken werden für dieses Produkt oft minderwertige Bestandteile verwendet.
Aber die Verbraucherzentralen warnen bereits vor dem sogenanntem Schummelprodukt.

Echten Käse durch solche Imitate zu ersetzen, sei eine “Täuschung der Verbraucher” stellt das Bundesverbraucherministerium fest und fordert eine eindeutige und gut sichtbare Kennzeichnung, dass es sich hierbei nicht um Käse handelt.
Ob Restaurants oder Hersteller von Tiefkühlprodukten statt echtem lediglich minderwertige Käse-Imitate verwenden, können Verbraucher leider nur schwer erkennen. Bislang müssen die Produkte nicht gekennzeichnet werden. Da dieses Produkt in Deutschland, wegen der minderwertigen Zutaten, fast bis zu 40 Prozent billiger ist, wird es zunehmend in Fertigprodukten, Backshops und in der der Gastronomie verwendet.
Einige Anbieter benutzen mittlerweile den Hinweis “überbacken”, um eine Kennzeichnung “mit Käseimitat” zu vermeiden.

Verbraucher müssen genau hinsehen

„Wo Käse drauf steht, muss auch welcher drin sein. Es darf weder durch Werbung irgendwelcher Art oder Aufmachung irgendwelcher Art behauptet oder der Eindruck erweckt werden, dass es sich um ein Milcherzeugnis handelt”, wird auf das Europäische Recht hingewiesen, welches in diesem Punkt klar geregelt ist.

Nach Schätzungen werden jährlich ca. 100.000 Tonnen Analog-Käse in Deutschland produziert. Was mittlerweile auch die Bauernverbände auf die Barrikaden bringt, da sich viele Landwirte um den Milchabsatz sorgen. Denn nicht nur für den Ersatzkäse, sondern auch für Speiseeis wird ebenfalls oft auf Milch verzichtet. Da Lebensmittelhersteller andere Grundstoffe einsetzen und somit mittlerweile etwa fünf Prozent aus der Gesamtproduktion der Milch nicht mehr benötigt werden.

Verbraucher sollten sich im Klaren darüber sein, das beim Einkauf oder bei der Bestellung im Restaurant, immer dann, wenn das Wort „Käse” nicht auf der Verpackung oder Speisekarte auftaucht, sie wohl keinen echten Käse kaufen oder essen.

Text: Inscriptio.de