31. Juli 2021

Problemhaut – Wenn die Sommerzeit zur “Hautsache” wird

Der djd-Thementipp zu “Frauenhaut im Sommer”

Endlich ist er da, der langersehnte Sommer und mit ihm ideale Temperaturen für unzählige Outdoor-Aktivitäten. Ob geselliges Miteinander im Biergarten, Inlineskaten bei Sonnenuntergang oder kühlnasse Nachmittage am Badesee, Licht und Sonne sorgen stets für gute Laune und Wohlbefinden. Auch im Kleiderschrank ist Sommer angesagt. So landen die warmen Kuschelklamotten auf dem Speicher und machen luftigen, fröhlich bunten Tops, Shorts und Röcken Platz. Doch sollte die Sonne in den ersten Tagen mit Vorsicht genossen werden. Die Haut, welche ja vor einiger Zeit noch unter dicken Stoffschichten verborgen lag, muss zunächst ihren eigenen Schutzmechanismus aktivieren. Diese Anpassung geschieht, indem sie zum Schutz der Zellen das Pigment Melanin produziert, was zum ersehnten braunen Teint führt. Ist die Dosis UV-Licht gemessen am bestehenden Körpereigenschutz zu hoch, entsteht ein Sonnenbrand. Deshalb gilt: erst eincremen, dann Sonne tanken. Den besten Schutz leistet ein dem Hauttyp entsprechend ausgewähltes Produkt mit passendem Lichtschutzfaktor – im Zweifel lieber zum höheren Faktor greifen. Bewährt haben sich wasser- und schweißfeste Produkte, also Sonnenschutzmittel auf Wasser-in-Öl-Basis. Empfindliche Partien wie Gesicht, Dekolleté und Schultern sollten eine Extraportion Schutz abbekommen.

Unschöne Pusteln statt knackiger Bräune

Nach einem ausgiebigen Sonnenbad kann es gelegentlich zu einem unerwünschten Ergebnis kommen. So zeigen sich bei lichtempfindlichen Menschen statt knackiger Bräune unschöne Pusteln. Dermatologen bezeichnen diese Hautreaktion als Lichtdermatose und schätzen, dass bis zu 20 Prozent der Bevölkerung von den Symptomen heimgesucht werden. Die Betroffenen, meistens Frauen, entwickeln nach den ersten Sonnenstrahlen auf sonnenentwöhnten Körperstellen juckende, fleckige oder bläschenartige, gerötete Hautausschläge. Auch Inhaltsstoffe von Kosmetika und Hautpflegeprodukten können diesen Prozess begünstigen. In der Regel treten die Beschwerden erst einige Stunden bis Tage nach den ersten ausgedehnten Sonnenbädern auf. Mit zunehmender Gewöhnung der Haut an die intensive Sonnenstrahlung klingt der Ausschlag wieder ab, ohne einen bleibenden Hautschaden zu hinterlassen.
Die wichtigste Maßnahme bei allen lichtbedingten Erkrankungen lautet: Raus aus der Sonne und im Schatten bleiben. Sollte der Juckreiz sehr stark sein, empfiehlt sich das Auftragen einer hydrocortisonhaltigen Creme in niedriger Dosierung, um Hautirritationen durch Kratzen zu vermeiden – diese könnten sich wiederum entzünden. Wer weiß, dass er empfindlich auf Sonne reagiert, gewöhnt in den sonnenarmen Monaten die Haut im Solarium an die Strahlung oder futtert sich mit Betacarotin-Präparaten einen Sonnenschutz von innen an. Der Pflanzenfarbstoff lagert sich in die Haut ein, und Teile der UV-Strahlung werden so bereits in den oberen Hautschichten abgefangen.

Frischekick nach dem Sonnenbad

Die wohl schönste Abkühlung für Freibadfans ist der Sprung ins kalte Nass. Andere bevorzugen den wohligen Schauer einer Dusche. Ausgiebiges Brausen befreit zwar den Körper von Chlor-, Sand-, oder Schweißresten, trocknet die Haut jedoch zusätzlich aus. Daher ist es ratsam, selbst an sehr schweißtreibenden Tagen nicht öfter als zweimal täglich zu duschen. Die Verwendung einer seifenfreien Waschlotion ist bei strapazierter Haut dringend angeraten, damit ihr natürlicher Säureschutzmantel intakt bleibt. Trotz Hauttrockenheit gilt es, im Sommer um fetthaltige Cremes und Lotions einen Bogen zu machen, denn sie verstopfen die Poren und verstärken das Schwitzen. Trockene und sonnengereizte Haut braucht eine schnell wirksame, lindernde und kühlende Hautpflege. Empfehlenswert sind spezielle After-Sun-Produkte mit den Vitaminen A, C und E. Sie versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und neutralisieren freie Radikale, welche für die Hautalterung verantwortlich sind. Für einen extra Frischekick ist gesorgt, wenn die Lotion direkt aus dem Kühlschrank kommt. Auch das Gesicht freut sich in der warmen Jahreszeit über besondere Aufmerksamkeit, denn die empfindliche Gesichtshaut ist am häufigsten schutzlos der Sonne ausgesetzt. Zusätzlich zur Tagespflege sorgt eine reichhaltige Gesichtsmaske für ausreichend Feuchtigkeit. Besonders gut eindringen können die Wirkstoffe, wenn vor der Behandlung ein Peeling erfolgt, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen.

Natürliche SchönheitAuch bei Höchsttemperaturen cool bleiben

Zu empfehlen ist das Peeling auch für alle, die sich die erste Sonnenbräune mit Selbstbräuner auf die Haut zaubern. Je gleichmäßiger die Hautstruktur, desto ebenmäßiger fällt das Bräunungsergebnis aus. Hier gilt: Am besten einen Tag vor der Anwendung zum Peeling greifen. Schneller ist der bräunliche Schimmer mit einem Terracottapuder zu haben. Allerdings ist dieser bei hellen Tops und Blusen nicht zu empfehlen, da er Spuren hinterlässt. Besonders am Abend wirken Bodylotions mit Glimmer oder Glimmerpuder glamourös auf der Haut. Wer auf der Sommerparty nicht unnötig ins Schwitzen geraten möchte, sollte darauf achten, was er zu sich nimmt. So sollten Menschen, die ohnehin zu starker Schweißbildung neigen, auf den übermäßigen Genuss alkoholischer Getränke, Kaffee und schwarzen Tee verzichten. Auch scharfe Gewürze wie Pfeffer oder Chilischoten fördern die Schweißbildung des Körpers. Wer zudem gerne Zwiebeln, Knoblauch oder Kohl isst, sorgt zusätzlich für verstärkten Körpergeruch. Als schweißhemmend hingegen gelten Salbeitee oder -dragees und Nahrungsmittel wie Reis, Zitronen oder frische Feigen.

Naturfasern

Das ideale Outfit an heißen Tagen ist luftig geschnitten und aus Naturfasern, wie Baumwolle oder Leinen, denn darin kann die Haut ungehindert atmen und der Schweiß verdunsten. Helle Farben eignen sich bei starker Sonnenstrahlung besser als dunkle, da diese die Strahlen schlecht reflektieren und sich so schneller aufheizen.
Doch gerade im Sommer kann es durch vermehrtes Schwitzen zu einem allergischen Kontaktekzem kommen, auch wenn das Pflegeprodukt jahrelang gut vertragen wurde. Die Erlanger Hautexpertin Privatdozentin Dr. med. Gisela Heyer erklärt: “In der Regel treten leichte bis mäßige Hautreaktionen wie Rötungen, Schuppungen und Juckreiz auf. Kennt man den Auslöser nicht und verwendet das Produkt mit dieser Substanz weiterhin, sind auch stark ausgeprägte Symptome wie nässende Bläschen, Schwellungen und Krustenbildung möglich.” Um chronische Hautprobleme zu vermeiden, empfiehlt sie eine Creme mit dem entzündungshemmenden Wirkstoff Hydrocortison in niedriger Dosierung wie beispielsweise Soventol HydroCort 0,5%.
(Foto: djd/Soventol (Quelle: Christian Wheatley/ fotolia)

Ideal: Pflegeprodukte mit natürlichen Wirkstoffen, die leicht anzuwenden sind.

Frauen dürfen Fältchen zeigen

Dies ergab eine Umfrage des frei HautforschungsInstituts. So sind für Männer die Lebenslinien von allen Schönheitsproblemen das geringste. Pickel und fettige Haut dagegen sind für mehr als jeden zweiten befragten Mann ein Kriterium, das sie bei Frauen als unattraktiv bewerten. Jeder Zweite mag es außerdem nicht, wenn die Damen Sommersprossen haben (50,6 Prozent). Auch die Frauen selbst finden es zu 49,4 Prozent nicht gut, wenn ihr Gesicht die braunen Flecken aufweist. Cellulite bei Frauen stört 50,8 Prozent der Männer und 49,2 Prozent der Frauen selbst. Übrigens: Gepflegte Männer sind gefragter denn je, allerdings will das starke Geschlecht dafür nicht viel Zeit investieren. Ideal: Pflegeprodukte mit natürlichen Wirkstoffen, die leicht anzuwenden sind. (Foto: djd/frei)

Schöne Haut im Sommer

Stutenmilch

Kuhmilch ist bekanntlich ein gesunder und schmackhafter Trinkgenuss. Doch wer unter Neurodermitis leidet, tut gut daran, auf Stutenmilch umzusatteln. Die hautverbessernde Wirkung wurde in einer Studie der Universität Jena nachgewiesen. So tranken die Teilnehmer vier Monate lang jeden Tag ein Glas Stutenmilch oder andere Milch. Das Ergebnis: Der Schweregrad der Erkrankung ging in der Stutenmilch-Gruppe tatsächlich zurück. Der österreichische Mediziner Dr. Werner Seidl erklärt, warum diese Milch so wohltuend ist:  Sie enthält 40 lebensnotwendige Inhaltsstoffe, die zur Gesundung und Gesunderhaltung beitragen.” Eine Stutenmilch-Trinkkur kann man auch online bestellen (etwa unter www.toechterle.at).

Foto: djd/Töchterlehof

Chronische Hauterkrankungen

HautleidenGerade in den Sommermonaten beginnt für viele Menschen eine Leidenszeit. Sei es im Schwimmbad oder beim Tragen kurzer Kleidung, die oft auffälligen Zeichen chronischer Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis oder Rosacea kommen jetzt ans Licht. Herkömmliche Therapiemöglichkeiten aus der klassischen Schulmedizin bringen bei derartigen Hautproblemen oft nicht den gewünschten Erfolg. Doch ein neues, ganzheitliches Behandlungskonzept, die Givus-Gel-Therapie nach Dr. Christ, kann erstaunlich viel bewirken. Der Krankheitsverlauf lässt sich damit ohne Nebenwirkungen langfristig positiv beeinflussen (Verzeichnis ausgebildeter Mediziner unter www.derma-chic.de).

Quelle: Foto: djd/Schick Medical