17. Juni 2021

“Schach mit Karten” – statt Sammelkartenspiel

Bridge statt Pokemon

Zu Pokemon & Co gibt es Alternativen

(djd/pt). Kartenspiele statt Polemon. Pokemon, Magic oder Yu-Gi-Oh – landauf, landab begeistern sich Kinder und Jugendliche seit Jahren für diese sogenannten Sammelkartenspiele. Warum eigentlich? Natürlich ist da die Merchandisingmaschinerie, die die Heranwachsenden via Fernsehserie dazu bringt, sich auch andere Artikel der jeweiligen Produktfamilie vom Taschengeld abzusparen. Aber dies ist nicht der eigentlich entscheidende Punkt.
Vielmehr fasziniert gerade beim “Trading Card Game” die Freude am Knobeln, der Reiz, das perfekte “Deck zu bauen”. Bridge statt PokemonEs lockt die strategische Herausforderung.
Klar ist auch, dass die Fähigkeit zum logischen Denken Kinder und Jugendliche in vielerlei Hinsicht weiterbringt, besonders in der Schule. Signifikante Verbesserungen in naturwissenschaftlichen Fächern, aber auch erstaunlich Positives im sprachlichen Bereich förderten beispielsweise verschiedene Untersuchungen zutage, die sich mit dem Erlernen von Schach im jugendlichen Alter beschäftigten.

Spiele & Co

Doch muss es unbedingt ein Spiel sein, bei dem den Kindern “das Geld systematisch aus der Tasche gezogen wird”, wie viele Eltern und Erzieher bemängeln? Wer für seinen Nachwuchs auf der Suche nach einer guten Alternative in puncto Logik lernen ist, sollte beispielsweise einen Schnupperabend im Bridgeclub in Erwägung ziehen. Beim “Schach mit Karten” gibt es kein schlechtes Blatt. Entscheidend ist, was die Spieler aus ihren Karten machen. Wer es einmal ausprobieren will, findet in praktisch jeder größeren deutschen Stadt zahlreiche private Bridge-Runden sowie mindestens einen Club, in dem Turniere veranstaltet werden. Genauere Informationen finden sich im Internet unter www.bridge-verband.de, wo ein erstes Kennenlernen des Spiels auch online möglich ist.

Quelle: djd
Foto: djd/Deutscher Bridge-Verband